Tor ist, wenn der Schiedsrichter pfeift!

vom Schiedsrichterlehrgang in Steinbach

nicht nur die Torball-Nationalspielerinnen und -spieler absolvierten einen Leistungslehrgang in Steinbach, auch viele Schiedsrichter kamen in die Sportschule. Und nicht nur zum Üben, sondern ein richtiger Lizenzlehrgang stand an. Erfreulich dabei, gleich 5 der 8 Schiedsrichter waren Neulinge. “Es stimmt mich froh, für die nächsten 4 Jahre auch neue Schiedsrichter in der Liga pfeifen zu hören”, so Jürgen Becker, Abteilungsvorsitzender. “Wir mussten einige Abgänge verkraften und da sind wir beruhigt, dass der Ligabetrieb, gerade nach diesem Lehrgang, auf hohem Niveau gepfiffen werden kann.”

Der Lizenzlehrgang wurde von der langjährigen, international pfeifenden Schiedsrichterin, Christl Daentler geleitet und organisiert. Neben dem klassischen Büffeln im 35seitigen Regelwerk, einiges an teoretischen Fallbeispielen, kam auch die Praxis nicht zu kurz. So mussten die angehenden Schiedsrichter nicht nur Spiele leiten und pfeifen oder Spielprotokolle korrekt ausfüllen, auch in die Rolle eines Torrichters oder Zeitnehmers mussten sie schlüpfen. In einer sich anschließenden Videoanalyse wurden alle auf den Ligaalltag eingestimmt. Doch nichts geht – ohne den korrekten Aufbau des Torballfeldes. Stimmen alle Abstände? Sind die Leinen in der richtigen Höhe gespannt? Das wird man wohl nur beurteilen können, wenn das Feld auch mal selbst aufgebaut wird. Auch diese Aufgabe gehörte zum Ausbildungslehrgang. Er mündete in einer 30 Fragen umfassenden Prüfung, in der wohl alle eine Frage entdeckten, die ihnen die Schule in Erinnerung rief.

Neben den bereits etablierten Schiedsrichtern, Ramona ernst, Martin Beck, Hans-Dieter Weidner und Christl Daentler, die allesamt dem Torballsport schon lange verbunden sind, galt es den Neulingen einen guten Start zu ermöglichen.

Frauke Schick, Theresa Stahl, Frank Herold, Thorsten Gallisch und Thomas Pleli waren zumeist über Bekannte und Freunde auf den Torballsport aufmerksam geworden. Sie engagierten sich als Spieler, Aushilfstrainer und Helfer und hatten nun den Mut zur Pfeife zu greifen. Dabei lobten alle sowohl den sportlichen Teamgeist innerhalb der Schiedsrichtertruppe, als auch bei den Spielern. Den Perspektivwechsel, das Spiel jetzt auch aus Schiedsrichtersicht erleben zu können, empfanden sie als Herausforderung und zugleich bereichernd.

Zum Abschluss übten alle sich in Zukunftsvisionen. Gepfiffen wurden die sonntäglichen Spiele mit 2 Schiedsrichtern. Dies wurde überwiegend positiv von den angehenden Referees empfunden “4 Augen sehen mehr als 2.” In einem Turnier wird dies ende September beim internationalen Turnier in Berlin weitergeführt und über ein gesamtes Turnier getestet werden.

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